Heute im TV: Ein 6-fach Oscar-nominierter Film mit Brad Pitt, den viele gar nicht kennen

Auch wenn Baseball kein populärer Sport in Deutschland ist, dürfte Die Kunst zu gewinnen - Moneyball selbst die Sportmuffel interessieren. Darin verkörpert Brad Pitt den Manager Billy Beane, der mit einer ungewöhnlichen Idee die Regeln des Sports veränderte. Der biographische Sportfilm war 2012 für sechs Oscars nominiert und landet bei Moviepilot auf Platz 8 der besten Sportfilme und Platz 1 der besten Baseball-Filme.
Am heutigen Samstag, den 26. September 2026, zeigt ZDFneo den Film um 20:15 Uhr. Die Wiederholung läuft in der Nacht auf Sonntag, um 01:40 Uhr. Alternativ findet ihr Moneyball auch im Stream.
Viel mehr als nur ein Sportfilm: Moneyball mit Brad Pitt
Billy Beane ist General Manager der Oakland Athletics, eines Baseballteams mit einem vergleichsweise kleinen Budget. Nachdem mehrere wichtige Spieler den Verein verlassen haben, steht er vor einem scheinbar unlösbaren Problem: Er muss mit wenig Geld eine Mannschaft zusammenstellen, die gegen die finanzstarke Konkurrenz bestehen kann.
Anstatt sich an die traditionellen Methoden der Talentsuche zu halten, beschließt Beane, neue Wege zu gehen. Zusammen mit dem jungen Wirtschaftswissenschaftler Peter Brand (Jonah Hill) entwickelt er ein System, bei dem nicht der Ruf eines Spielers, sondern vor allem statistisch messbare Leistungen zählen.
Ihre Methode sorgt für Unverständnis und trifft auf Widerstand. Auch der Teammanager Art Howe (Philip Seymour Hoffman) stellt sich gegen Beanes Entscheidungen. Trotzdem hält dieser an seiner Strategie fest und setzt auf unterschätzte Spieler.
Moneyball brauchte 8 Jahre Produktion und 3 Drehbuchautoren
Die meisten Sportfilme spielen auf dem Feld und rücken die Biographien der Spielenden in den Vordergrund. Moneyball gewährt jedoch einen Blick hinter die Kulissen und beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Strukturen der Vereine. Langweilig ist das auf keinen Fall und funktioniert damit auch für jene Zuschauenden, die mit Baseball so gar nichts am Hut haben.
Spannend ist auch der langjährige Entstehungsprozess, der bereits 2004 begann, als sich Columbia Pictures die Rechte an der Buchvorlage Moneyball: The Art of Winning an Unfair Game von Michael Lewis sicherte. Der erste Drehbuchentwurf stammte von Stan Chervin.
Nach mehreren Besetzungsänderungen vor und hinter der Kamera wurde Steven Soderbergh (Ocean's Eleven) als Regisseur angeheuert und erarbeitete zusammen mit Drehbuchautor Steven Zaillian (Schindlers Liste) ein neues semi-dokumentarisches Konzept aus, bei dem Interviews der realen Persönlichkeiten eingespielt werden sollten, wie The Hollywood Reporter erläuterte.
2009, nur wenige Tage vor Drehbeginn, zogen die Produzenten jedoch die Reißleine und stampften das Projekt, in das bereits 10 Millionen Dollar geflossen waren, ein. Pitt, der bereits für die Figur brannte, kämpfte jedoch weiterhin für die Realisierung des Films.
Er überzeugte den wählerischen Regisseur Bennett Miller davon, die Inszenierung zu übernehmen. Der hatte seit Capote (2005) keinen Film mehr gedreht und auch kein Interesse an einem typischen Sportfilm. Stattdessen wollte er sich auf die Charakterstudie konzentrieren und dem Studio-Film einen Independent-Charakter verleihen. So schrieb Aaron Sorkin (The Social Network) das Skript erneut um.
Wenn ein Skript durch so viele Hände geht, ist das in der Regel das Rezept für ein Desaster, doch im Fall von Moneyball war das Gegenteil der Fall. Alle drei Autoren wurden für das beste adaptierte Drehbuch für den Oscar nominiert und erzählen die spannende Außenseitergeschichte mit schnellen Dialogen.
Auch interessant:
- Damit hat kein Filmfan gerechnet: Horror-Regisseur Robert Eggers dreht nach Nosferatu & Werwulf die berühmteste Lovestory aller Zeiten
Die hochkarätige Besetzung tat ihr Übriges, um die Figuren nahbar zu machen. Pitt und Hill wurden ebenfalls für den Oscar als bester Haupt- bzw. Nebendarsteller nominiert. Moneyball war unter anderem auch im Rennen für den besten Film, konnte von den sechs Nominierungen jedoch keinen Preis gewinnen.
Diesen Artikel teilen:
Weitere Beiträge
26.09.2026Florence Pugh bereut nur einen einzigen Film und der streamt bei Netflix: "Ich brauchte das Geld"
26.09.2026Komplette Verwandlung: Nicolas Cage wird im Amazon-Trailer zum TV-Star, der über 150 Mio. Videospiele verkaufte
26.09.2026Herr der Ringe First Look, Gremlins 3, World War Z 2, Helldivers mit Alan Ritchson... KinoCheck News
